About Audimax Essen:
Als Solidaritätsbekundung gegenüber den anderen besetzten Unis, hat sich um ca 13:30Uhr die Vollversammlung der Studierenden der Universität Duisburg-Essen aufgelöst und beide Audimaxe (in Duisburg und in Essen) besetzt.
audimax-essen@hush.com
News:
(wird durchgehend verändert und ist ab jetzt die einzige Updatestelle):
Das nächste Plenum ist am 11.11 um 9.30 Uhr
(dies soll auch evt. renitente VWL Studierende davon abhalten eine Vorlesung zu starten)
Die weiteren Plenums-Zusammenkünfte sind für 14 Uhr und 19 Uhr. Dabei ist zu beachten das unser Rektor sich für 16-18 Uhr angekündigt hat.
Also kommt alle morgen früh wieder, es scheinen nur etwa 50 Leute hier zu schlafen also wird morgen früh ganz viel Unterstützung gebraucht.
Hier ist die der vorläufige Forderungskatalog den zumindest die Essener Studierenden abgesegnet haben ▼
Forderung: Keine Studienbeiträge in jeglicher Form
Die Abschaffung der sozialen Selektion durch Studienbeiträge ist ein (wesentlicher) Bestandteil zur Gewährleistung der sozialen Gerechtigkeit in der Bundesrepublik Deutschland.
Das Grundgesetz Artikel 5 Absatz 3 besagt: Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
Wir fordern ein Bildungssystem, das unseren demokratischen Grundwerte entspricht und daher auch eine gesetzliche verankertes Verbot von Bildungsgebühren!
Die soziale Geschichte des Ruhrgebiets sollte einen gerechten Zugang zu Bildung bedingen, die Hochschulen müssen an dieser Stelle Vorreiter für kostenlose akademische Ausbildung für alle Bevölkerungsgruppen sein.
Die fast zeitgleiche Einführung des Bachelor-/Mastersystems und der Studiengebühren führt bei vielen Studierenden zu einer psychischen und physischen Belastung, die nicht zumutbar ist.
Wir fordern eine leicht zugängliche und allgemein verständliche Aufschlüsselung der Verwendung von bisher gezahlten Studienbeiträgen, da zur Zeit ein Informationsdefizit besteht.
Nicht für die Verbesserung der Lehre verwendete Studienbeiträge dürfen nicht auf zentraler Ebene für beliebige studienferne Projekte verwendet werden, sondern müssen zurückgezahlt werden.
Wir fordern die Abschaffung des Hochschulfreiheitsgesetzes in Nordrhein-Westfalen und verlangen die gleichberechtigte Behandlung aller Hochschulen in Deutschland und die Einstellung der Exzellenzinitiative.
Die finanziellen Mittel der Fakultäten müssen unabhängig von der Drittmitteleinwerbung verteilt werden.
Abschaffung des Bachelor-/Mastersystem in der derzeitigen Form, mit gleichzeitiger Weiterführung der Diplom- und Magisterstudiengänge
Das Studium kann in seiner derzeitigen Verschulung nicht mehr als solches bezeichnet werden. Dabei ist den Studierenden eine freie Wahl von eigenen Schwerpunkten zu ermöglichen.
Studierende müssen die Möglichkeit haben ihre Hochschule ohne Probleme zu wechseln. Der Anspruch des Bologna-Prozesses, die Mobilität zwischen Hochschulen zu ermöglichen, muss tatsächlich umgesetzt werden.
Der Bachelor müsste als vollwertiger berufsqualifizierender Abschluss gelten.
Studentische Freiräume schützen und weiter ausbauen
→ Abschaffung der Regelstudienzeit, Überarbeitung der Modularisierung
Ausbildung der zukünftigen Lehrer/innen muss besser auf die Anforderungen des Lehrerberufs ausgerichtet sein (z.B. durch längere und intensivere Praxisphasen) und das Staatsexamen beibehalten werden
Die Festlegung von ECTS/Leistungspunkten muss nach klaren und einheitlichen Regelungen getroffen werden.
Geballte Abgabe- und Prüfungstermine müssen vermieden werden.
Die Master-Zulassungsbeschränkungen müssen abgeschafft werden.
Abschaffung der Anwesenheitspflicht
Die soziale Gerechtigkeit für studierende Eltern und arbeitstätige Studierende kann im Rahmen von Anwesenheitspflicht nicht gewährleistet werden.
Alte News:
Es ist um 19uhr im Audimax Duisburg und Essen Plenum wo es eine Diskussion mit Rektorat, eine Live-Schalte mit Wien und eine Abstimmung über einen Forderungskatalog geben wird. WEITERSAGEN!
—kurzes Update— (alt)
Im Moment versuchen gerade ein paar unbelehrbare Wirtschaftswissenschaftsstudierende ihre Vorlesung zu halten, leider war von ihnen keiner auf der Vollversammlung und auch sonst scheint ihnen die Demokratie ziemlich fremd ;)
Wer Zeit hat kann gerne jetzt schon kommen und sich das Trauerspiel anschauen bzw die Besetzer unterstützen.
besetzung-audimax-2
—kurzes Update Ende—
—neues Update1— (alt)
Ein Kommilitone von mir wird live aus dem Audimax Essen filmen:
Update: Leider hat das nicht wie erhofft funktioniert.
—neues Update1 Ende—
—vorerst letztes Update— (alt)
Das Plenum startet, der Stream läuft, mein Akku ist gleich leer.
Also gibt es später mehr.
Es gibt eine Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen
—vorerst letztes Update Ende—
Der u.a. von RCDS geführte AStA der Uni hatte die Vollversamlung sehr kurzfristig einberufen. Für ihn unglücklicherweise gelangte aber eine interne Mail an die Öffentlichkeit und wurde auch auf der Vollversammlung laut vorgelesen in der ein AStA Mitglied die Strategie klarstellte: (Gedankenprotokoll:)
Wir müssen dafür Sorge tragen dass die AG Bildungsstreik Essen nicht die Kontrolle über Studierendenproteste erlangt und dass ein geordneter Lehrverkehr weiter stattfindet. Nach dem Motto “lieber eine Revolution starten als revolutioniert werden” soll die Vollversammlung dafür sorgen das der Protest ins Leere läuft.
Der AStA (bis der Hochschulpolitische Sprecher von Ihnen, der sich wohl dem allgemeinen Konsens anschloss) wurde aus dem (Essener) Audimax “gejagt” und es haben sich nun AGs gebildet die Forderungen ausarbeiten.
DerWesten schreibt:
Die Studierenden treten mit ihrem Protest für eine Abschaffung von Studiengebühren, für die Aufhebung des Bachelor-Master Systems, und für mehr demokratische Mitbestimmung bei wichtigen Fragen der Hochschulentwicklung ein.